Traditioneller Ayurveda und alternative Heilweisen

Withania somnifera Linn. (Dunal), Schlafbeere.

Familie: Solanaceae, 

Englisch: Winter cherry, ashwagandha

Sanskrit: Aśvagañdha, Amukkura, Ashvakandika, Ashvaroha, Ashvavarshaka, Balada,

Die Wurzel von Withania somnifera Linn. (Dunal):

Sanskrit: Agavrttika, Ashvamutri, Asraphala, Bahusrava, Gajabhaksha, Gajapriya, Gajasana,

Die Aśvagañdha wächst überall in Indien und im Himalaya auf trockenen Plätzen und wird auch kultiviert. Die Aśvagañdha wurde laut assyrischen Quellen schon in Mesopotamien medizinisch als Narkotikum genutzt. In indischen Schriften wurde sie als Wundermittel gepriesen. Im alten Arabisch wurde sie als sakrân bezeichnet was als Rauschmittel übersetzt werden kann.

In Europa ist sie ca. seit dem 16. Jahrhundert bekannt.

Die Wurzeln enthalten verschiedene Alkaloide wie Anaferin, Anahygrin, Cuscohygrin, Nicotin, Tropin und Withasomnin. Ausserdem Withanolide (Steroidlactone) (ca. 2,8%) wie Somniferanolid, Somniwithanolid, Withaferin A und Withasomniferanolid.

 Die Schlafbeere wirkt beruhigend bis einschläfernd. Außerdem hat sie eine allgemein stärkende und eine entzündungshemmende sowie aphrodisierende Wirkung. Sie wirkt vor allem auf die Geschlechtsorgane und das Nervensystem. Ein Liebestrank der aus der Wurzel bereitet wird, soll sexuell stimulierend wirken und gefügig machen. Außerdem dient sie bei tantrischen Ritualen zur Verlängerung der Erektionsdauer.

Aśvagañdha gehört wegen ihrer vielseitigen Wirkungen und der sehr guten Verträglichkeit zu den häufigsten genutzten Arzneimitteln in der ayurvedischen Medizin. Die Bedeutung der Schlafbeere für die ayurvedische Medizin kann mit der des Ginseng für die chinesische Medizin verglichen werden. Sie wird unter Anderem bei Altersgebrechen, Impotenz, bei Entzündungen, als Tonikum und bei Schlaflosigkeit eingesetzt. Aśvagañdha vermindert Vāta.

In Indien wird die Wurzel anstatt von Valium von gestressten Managern genommen.

Ashwagandha nimmt man als Pulver ein, das man in das Essen rührt, oder in Säfte. Häufig wird die Ashwagandha in Milch aufgekocht. Die Wurzel kann zerkaut oder in Wein eingelegt werden. Auch eine Bereitung als Tee ist wirksam. Ein Vaporizer eignet sich auch sehr gut zur Inhalation von Aśvagañdha.