Krshna Lavana, ist ist ein vulkanisches Steinsalzmineral, das größtenteils aus Natriumchlorid besteht und wichtiger Bestandteil der Indischen Küche. Zudem ist es Bestandteil eines ayurvedischen Leckmittels, das bei Herzbeschwerden und Atemproblemen verwendet wird. Es enthält viel Eisen und minimal Schwefelwasserstoff, woher auch der Geruch nach gekochten Eiern kommt. Erwiesenermaßen ist der Gehalt am ansonsten giftigen Schwefelwasserstoff so minimal, dass eine gesundheitsgefährdende Wirkung ausgeschlossen ist. Es stammt aus Indien und ist das Salz, das am reichsten an Mineralien und Spurenelementen ist.
Krshna Lavana wird im Bergbau gewonnen, ist relativ selten und besonders kostbar. Dieses Salz würzt nicht nur, sondern es schmeckt und ist aufgrund seiner Zusammensetzung gesund. Es wirkt kühlend und fördert die Verdauung. Zudem wird es gegen Kropf eingesetzt.
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Bundesinstitut
für Risikobewertung (BfR)
Vorkommen von Schwefelwasserstoff in „Schwarzsalz“
Stellungnahme des BfR vom 25. August 2003
Eine Spezialität der indischen Küche ist das sogenannte "Schwarzsalz", das bei der Zube-reitung bestimmter Speisen wie Obstsalat, Chutneys etc. verwendet wird. Schwarzsalz ent-hält Schwefelwasserstoff in relativ hohen Konzentrationen. Schwefelwasserstoff ist ein giftiges Gas, das in geringer Konzentration unangenehm nach faulen Eiern riecht. Das BfR wurde deswegen gebeten, Schwarzsalz gesundheitlich zu bewerten. Obwohl sich aus den vorliegenden Daten und Informationen nach Ansicht des BfR keine sichere Aussage über die toxikologische Relevanz des Vorkommens von Schwefelwasserstoff im „Schwarzsalz“ machen lässt, kommt das Institut zu dem Schluss, dass nach Abwägung der zugänglichen Daten und Informationen bei bestimmungsgemäßer Verwendung von Schwarzsalz in der Indischen Küche für den Verbraucher keine gesundheitliche Gefährdung besteht.
Gegenstand der Bewertung
Bei dem sogenannten "Schwarzsalz" handelt es sich um ein in der Indischen Küche unter Namen wie „Kala Namak“ oder „Black Salt“ verwendetes Spezialsalz, auch bekannt als „Rock Salt“ oder „Saindhav“. Dieses aus dem Erdreich gewonnene sehr leichte und fein gemahlene Spezialsalz ist nicht, wie der Name erwarten lässt, schwarz, sondern eher rötlich grau bis rosa, was auf die Anwesenheit zahlreicher Mineralien, insbesondere Eisen, zurück zu führen ist. Sparsam verwendet, verleiht es bestimmten Speisen den gewünschten schwefeligen Geschmack (ähnlich dem eines älteren gekochten Eies). Es wird in der Indischen Küche hauptsächlich bei der Zubereitung von Obstsalaten und Chutneys verwendet sowie über die dort sehr beliebten „Raitas“ gestreut, die aus Joghurt, Gurke und Tomaten hergestellt werden.
Das Lebensmittelinstitut Oldenburg hat das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gebeten, den von ihm in einer Probe Schwarzsalz halbquantitativ nachgewiesenen Gehalt an Schwefelwasserstoff im Bereich von 200 mg/kg durch das BfR bewerten zu lassen. Das Produkt wurde seinerzeit lebensmittelrechtlich nicht beanstandet, weil es sich um Importware aus Großbritannien handelte, die sich dort vermutlich rechtmäßig im Verkehr befindet.
Ergebnis
Nach den dem BfR vorliegenden Daten und Informationen lässt sich keine sichere Aussage über die toxikologische Relevanz des Vorkommens von Schwefelwasserstoff im „Schwarz-salz“ machen. Nach Abwägung aller dem BfR zugänglichen Informationen lässt sich jedoch annehmen, dass bei bestimmungsgemäßer Verwendung von Schwarzsalz zur Zubereitung bestimmter Speisen in der Indischen Küche für den Verbraucher keine gesundheitliche Gefährdung besteht.